Die Steinerne Glocke
Der Bau
Der Ursprung des protestantischen Kuppelbaues geht auf die kleine romanische Kirche "Zu unserer lieben Frauen" aus dem 11 Jahrhundert zurück. Diese über die Jahre mehrfach umgebaute Kirche entsprach durch ihren Bauzustand und die Größe nicht mehr den Bedürfnissen der Zeit.
So fällte der Rat der Stadt 1722 den Beschluß eine neue Kirche zu bauen. Mit der Planung wurde der Ratszimmermeister und Architekt George Bähr beauftragt. Nach vier Jahren der Planung wurde sein Entwurf am 26.06.1726 von der Stadt genehmigt. Finanziert wurde der Bau vorwiegend aus Spenden der Dresdner Bürger.
Am 28.02.1734 wurde der Innenraum mit einer großen Feier geweiht. Der Weiterbau der äußeren Kirche wurde zunächst aufgeschoben. Zu dieser Zeit veröffentlichte George Bähr seinen Plan die Kuppel massiv aus Stein zu bauen. Dies stieß aber zunächst auf arge Bedenken. Doch Bähr hatte einen mächtigen Fürsprecher in August dem Starken, dem sächsischen Herrscher. Aber es gab einen zweiten guten Grund für die Dresdner, die Kuppel aus Stein zu fertigen. Die Bedachung in Kupfer war teurer als der Sandstein, den man direkt vor den Toren Dresdens gewann.
Am 27.05.1743, knapp fünf Jahre nach dem Tode George Bährs, vollendete man den Monumentalbau schließlich durch Aufsetzen eines Kuppelkreuzes. Das besondere an dem Entwurf von Bähr war nicht nur die komplett steinerne Kuppel. Dies hat man auch noch bei zwei anderen Kirchenbauten in Europa (z.B. der Dom von Florenz). Das faszinierende war die konkave Form der Kuppel, welche an eine Glocke erinnert. Dies ist einzigartig auf der Welt und brachte dem Gebäude den Namen "Die Steinerne Glocke" ein.
Die Akustik des Gebäudes war großartig. An der Silbermannorgel versuchte sich 1736 sogar Johann Sebastian Bach. Auch er war von den Klangverhältnissen des Gebäudes begeistert. So wurde die Kirche schon in der Vergangenheit sehr gerne für Konzerte genutzt.
| >>> Die Zerstörung |





